Bei den Holzinsekten können Frischholz- und Trockenholzinsekten unterschieden werden.:

 

Frischholzinsekten

brauchen hohe Holzfeuchten als Entwicklungsbedingung und befallen deshalb lebende Bäume und frisch geschlagenes Holz, nicht dagegen trockenes Holz. Auch eine spätere Wiederbefeuchtung reicht für einen Befall nicht aus. Aus diesem Grund darf, seit einigen Jahren, nur getrocknettes Holz eingebaut werden.

 

 Holzwespe

Sie sind Frischholzinsekten,die nur lebende oder frisch geschlagenes Holz befallen. Ihre Larven können aber mit frisch geschlagenem Holz eingeschleppt werden, und sie sind dann fähig,sich auch in verbautem Holz in zwei oder mehreren Jahren zu einem Insekt zu entwickeln. Die Fraßgänge sind mit dem Bohrmehl fest verstopft, so das ein Schaden erst mit dem ausfliegen des Insektes erkannt wird.Wobei der Befall mit dem Ausflug endet.Die Ausfluglöcher sind 4-7 mm glattrandig und kreisrund.

 

Borkenkäfer

 Der Borkenkäfer ist ein Rindenbrüter. Ihre Brut entwickelt sich in der Rinde. Der Larvenfraß erfolgt vorwiegend quer zur Faserrichtung. Dabei wird die Bastschicht zerstört und bei starkem Befall der Nährstofftransport unterbrochen. Aber selbst für Bauholz wird heute die durch den Befall verursachte Verfärbung im Außenbereich nicht mehr akzeptiert. Dies hat aufgrund des höheren Verschnitts der Säger einen Wertverlust von mindestens 30 %



 

Trockenholzinsekten

können sich bei geringerer Holzfeuchte entwickeln. Sie befallen deshalb luftgetrockenes verbautes Holz und sind die eigentlichen Bauholzschädlinge.Unter den Trockenholzinsekten sind in unserem Klimagebiet die Käfer die wichtigste Gruppe. Die Schäden werden überwiegend von den Käferlarven verursecht. Dabei hinterlassen sie charakteristische Fraßgange.Wenn nach dem Puppenstadium die Käfer ausschlüpfen und das Holz verlassen, geben die Ausflugslöcher Hinweis auf einen aktiven Befall, da Trockenholzinsekten dasselbe Holz immer wieder zur Eiablage benutzen. Holz unter einer Holzfeuchte 10% wird im allgemeinen nicht von ihnen befallen.(Räume mit Wohnklima)

 

Brauner Splintholzkäfer

Der braune Splintholzkäfer wurde aus Limba nach Europa eingeschleppt und befällt das Splintholz von Laubhölzern wie Eiche, Esche,Edelkastanie und Nussbaum. Nadelhölzer sind in der Regel resistent. Seine Larven können sich in zentralbeheizten Räumen selbst dann noch entwickeln, wenn die Lebenbedingungen für Hausbockkäfer und Nagekafer nicht mehr gegeben sind.Die häufigsten Schadensfälle betreffen Möbel,Vertäfelungen, Türfutter und Parketthölzer. Die Generationsdauer ist mit 1 Jahr relativ kurz.Die Fluglöcher sind fast rund von 0,8 bis 2 mm.

Gewöhnliche Nagekäfer

(Volksmund auch Holzwurm)

 

Er steht weniger für Zerstörungen an Bauhölzer eher für Schäden an Ausstattungsgegenständen wie Treppen oder Möbel. Nur allzuhäufig sind die kleinen runden Wurmlöcher in alten Holzgegenständen von Kirchen, Schlössern und Museen zu sehen. Der Nagekäfer befällt hauptsächlich das Splintholz von Laub- und Nadelhölzern, vorzugsweise an kühleren, feuchten Orten. In Dachstühlen kommt er deshalb seltener vor als der Hausbockkäfer.e befeuchtung des Holzes fördert die Entwicklung der Larven, hingegen eine längere Trockenheitsperiode ihre Entwicklung hemmt(beheizte Räume). Die Fraßgänge sind mit feinem Bohrmehl und mit Kotbällchen gefüllt, die Fluglöcher sind kreidrund mit einem Durchmesser von etwa 1 bis 2 mm.

Hausbockkäfer

(Hausbock, Holzbock)

 Der Hausbockkäfer verursacht in Europa den größten Schaden an verbautem Nadelholz.Dabei beschränkt sich der Larvenfraß auf das Splintholz.Laubbäume werden von ihm nicht befallen.Als ausgesprochen wärmeliebendes Insekt findet man ihn häufig auf Dachböden. Im Winter geht die Larvenaktivität zurück, jedoch sterben sie nicht sondern ihre Fraßtätigkeit nimmt mit ansteigenden Temperaturen wieder zu. Die Generationsdauer(vom Ei über das Larven- und Puppenstadium bis zum Insekt)kann 3 bis 6 , aber auch mehr als 10 Jahre dauern.Die Fluglöxher sind oval von 3x5 bis 5x8 mm.