Pflanzliche Holzschädlinge

Wie schon erwähnt kann man sich gegen die pflanzlichen Holzschädlinge schützen. Pflanzliche Holzschädlinge mögen keinen luft-durchzug. Wenn der sogenannte Pilz bzw. Schwamm da ist muss man die befallenen Bauteile grosszügig auswechseln.Diese Pilze bauen mit ihrem Enzymsystem die Zellwände der Holzzellen ab. Sie verursachen auf diese Weise eine Fäulnis und Zerstörung des Holzes. Die wichtigsten Arten sind:

Echter Hausschwamm

Echter Hausschwamm

Der Echte Hausschwamm ist der gefährlichste Schädling an verbautem Holz unter Dach und besonders schwierig zu bekämpfen. Er tritt vorwiegend im Keller- und Erdgeschossen von Altbauten auf,wobei er bevorzugt Nadelholz befällt. An Holzschäden in Neubautenist der Hausschwamm dagegen selten beteiligt.

Als einziger Holzpilz greift der Holzschwamm auch trockenes Holz über und leitet das hierzu nötige Wasser mit einem hochentwickelten Strangmyzel oft über mehrere Meter.Dabei kann er selbst Mauerwerk durchwachsen und sich rasch über mehrere Stockwerke ausbreitet. Ausgangspunkt für einen Befall  ist aber auch bei ihm stets eine Feuchtequelle (undichte Hauswand,Abfluß, oä). Der Echte Hausschwamm bildet ein weißes watteartiges Oberflächenmyzel aus und entwickelt unter guten Wachstumsbedingungen scheibenförmige rotbraune Fruchtkörper mit weißem Zuwachsrand.

 

 

 


Brauner Keller- und Warzenschwamm

Brauner Kellerschwamm

Der braune Keller-oder Warzenschwamm befällt vornehmlich Holz in Kontakt mit feuchten Böden sowie altes Holz in Räumen mit stärker Wasserdampfentwicklung (Küche,Bad). Er wächst sehr schnell, allerdings benötigt er einen für Bauholz ausgesprochen hohen Feuchtegehalt von über 30% . Bei Austrocknung stirbt er ab. Man findet ihn in Alt- und Neubauten und an Außenbauteilen mit Erdkontakt.

Er ist nicht leicht zu erkennen, weil das Holz kaum Oberflächenmyzel aufweist und Fruchtkörper selten sind. Die Fruchtkörper besitzen eine hell- bis dunkelbraune Färbung mit gelblich bis weißer Zuwachszone.

 


 Weißer Porenschwamm

Weißer Porenschwamm

Der weiße Porenschwamm befällt vorwiegend Nadelholz mit relativ hohem Feuchtegehalt. Er bildet ein gut entwickeltes weißes Oberflächenmyzel, das eisblumen- und facherartig wächst. Die Fruchtkörper sind dünnhäutig und besitzen eine deutlich erkennbare Röhrenschicht.

 

 

 

 

 

 

 

 


Blättling

Blättling Blättlinge besitzen besondere Bedeutung für die Schädigung von Außenbauteilen, Sie verursachen über 90% aller Schäden an Fensterholz. Sie können aber auch Innenbauteile befallen, die häufigen Feuchteeinwirkungen ausgesetzt sind, z.B. infolge Undichtigkeiten der Dachhaut.

Blättlinge tolerieren hohe Temperaturen und periodische Austrocknung.Ihre Sporen setzen sich in Holzrissen fest, und das Myzel entwickelt sich im Inneren des Holzes. Deshalb bleiben auch bei weitgehender Vermorschung der inneren Holzbereiche die äußeren Holzschichten oft über lange Zeit intakt, und der Schaden wird erst spät erkannt.

 


 Holzverfärbende Pilze

Bläuepilze

Diese Pilze ernähren sich von den Inhaltsstoffen der Holzzellen und greifen nicht die Zellwände an. Sie bewirken deshalb keine Festigkeitsreduktion und auch keine Fäulnis. Sie führen zu einer Verfärbung des Holzes und können unter Umständen auch Anstrichschäden verursachen.Die Bewertung eines Befalles durch holzverfärbende Pilze hängt also sehr vom Verwendungszweck des Holzes ab. Auch die holzverfärbenden Pilze benötigen für ihre Entwicklung größere Holzfeuchten. Ihr Auftreten an verbautem Holz weist daher zugleich auf bestehendes Risiko für einen Befall durch holzzerstorende Pilze hin.Die wichtigste Gruppe sind die Bläuepilze, deren schwarzbraune Hyphen eine blaue bis grauschwarze Holzfärbung bewirken.

 

 

 

 


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